Bleibt der Google-Drive-Upload hängen oder schlägt fehl, prüfe zuerst zwei Dinge: Ist dein Speicher voll – die kostenlosen 15 GB teilst du dir mit Gmail und Google Fotos – und steht die Internetverbindung stabil? Lädst du über den Browser hoch, hilft fast immer ein Inkognito-Fenster (Strg+Umschalt+N): Klappt es dort, blockiert eine Erweiterung oder ein voller Cache den Upload.
Woran erkenne ich, warum der Upload klemmt?
Google Drive zeigt das Problem auf zwei Arten – und je nachdem liegt die Ursache woanders:
- „Warten auf Upload“ oder Hängen bei 0 % – meist volle Speicherquote, eine instabile Verbindung oder zu viele Dateien auf einmal.
- „Upload fehlgeschlagen“ – häufig eine blockierende Browser-Erweiterung, ein beschädigter Cache oder eine Datei, die das Größenlimit sprengt.
- Nur in Google Drive für Desktop – wenn der Browser-Upload klappt, aber die Desktop-App nicht synchronisiert, liegt es an der App selbst, an Antivirus/Firewall oder an einer abgelaufenen Anmeldung.
Wichtig zur Einordnung: Lade dieselbe Datei testweise einmal über drive.google.com im Browser und einmal über die Desktop-App hoch. So siehst du sofort, ob das Problem an Drive, am Browser oder an der App liegt.
Google-Drive-Upload reparieren – Schritt für Schritt
Arbeite die Schritte der Reihe nach ab und teste nach jedem mit einer kleinen Datei, ob der Upload wieder läuft.
- Speicherplatz prüfen: Öffne one.google.com/storage. Ist der Speicher voll, lädt Drive nichts mehr hoch. Leere den Papierkorb in Drive (auch große Gmail-Anhänge und Fotos zählen mit) oder erweitere den Speicher.
- Große Uploads aufteilen: Statt Hunderte Dateien auf einmal lieber in kleineren Paketen hochladen. Beachte die Google-Limits: maximal 750 GB pro Tag und höchstens 5 TB pro einzelner Datei. Wer das Tageslimit erreicht, wird bis zum nächsten Tag ausgebremst.
- Inkognito-Test (Browser): Drücke Strg+Umschalt+N und versuche den Upload im Inkognito-Fenster. Funktioniert er dort, ist eine Erweiterung schuld – vor allem Adblocker und VPN-Add-ons stören Drive-Uploads. Deaktiviere sie unter
chrome://extensionseinzeln. - Cache und Cookies leeren: Menü (drei Punkte) → Weitere Tools → Browserdaten löschen → Haken bei „Bilder und Dateien im Cache“ sowie „Cookies und andere Websitedaten“ → Daten löschen. Ein überfüllter Cache ist eine der häufigsten Ursachen für hängende Uploads.
- Browser aktualisieren oder wechseln: Stelle sicher, dass JavaScript und Cookies aktiv sind und der Browser aktuell ist. Google empfiehlt für Drive ausdrücklich ein aktuelles Chrome. Klappt es in einem zweiten Browser, lag es an Browser-Einstellungen.
Wenn der Upload trotzdem fehlschlägt
Synchronisiert vor allem die Desktop-App nicht, helfen diese Schritte:
- Google Drive für Desktop neu starten: Klicke in der Taskleiste auf das Drive-Symbol → Zahnrad → Synchronisierung pausieren, kurz warten, dann Fortsetzen. Bringt das nichts, die App komplett beenden und neu öffnen.
- Ab- und wieder anmelden: Eine abgelaufene Sitzung stoppt die Synchronisierung lautlos. In den Drive-Einstellungen abmelden und neu mit deinem Konto anmelden.
- Antivirus und Firewall prüfen: Sicherheitssoftware blockiert gelegentlich den Drive-Datenverkehr. Trage Google Drive als Ausnahme ein, statt den Schutz dauerhaft abzuschalten.
- Dateinamen entschärfen: Sonderzeichen wie
/ \ : * ? < > |im Dateinamen können den Upload abbrechen. Benenne die Datei um und versuche es erneut.
Lädt eine einzelne Datei partout nicht hoch, andere aber schon, ist meist die Datei selbst das Problem – zu groß, beschädigt oder noch von einem anderen Programm geöffnet. Schließe das Programm und teste eine Kopie.
Hintergrund: Die wichtigsten Upload-Limits von Google Drive
Viele „Upload geht nicht“-Fälle sind gar keine Fehler, sondern schlicht ein erreichtes Limit. Drei Zahlen solltest du kennen: Der kostenlose Speicher beträgt 15 GB und wird zwischen Drive, Gmail und Google Fotos geteilt – ein volles Postfach blockiert also auch Drive-Uploads. Pro Tag kannst du höchstens 750 GB hochladen; danach pausiert Drive bis zum Folgetag. Und eine einzelne Datei darf bis zu 5 TB groß sein, sofern dein Speicher das hergibt. Wer diese Grenzen kennt, spart sich die Fehlersuche an der falschen Stelle.
Quellen
Häufige Fragen
Warum bleibt mein Google-Drive-Upload bei „Warten auf Upload“ hängen?
Meist ist der Speicher voll, die Internetverbindung instabil oder es werden zu viele Dateien gleichzeitig hochgeladen. Prüfe zuerst deinen freien Speicher und lade große Mengen in kleineren Paketen hoch.
Wie viel Speicher habe ich bei Google Drive kostenlos?
15 GB, die du dir mit Gmail und Google Fotos teilst. Ein volles Postfach oder viele Fotos blockieren also auch den Drive-Upload. Unter one.google.com/storage siehst du die Aufteilung.
Gibt es ein Tageslimit beim Hochladen zu Google Drive?
Ja. Du kannst maximal 750 GB pro Tag hochladen; danach pausiert Drive bis zum nächsten Tag. Eine einzelne Datei darf bis zu 5 TB groß sein, sofern dein Speicher reicht.
Warum schlägt der Upload nur im Browser fehl?
Häufig blockiert eine Erweiterung (vor allem Adblocker oder VPN) oder ein voller Cache den Upload. Teste es im Inkognito-Fenster und leere bei Bedarf Cache und Cookies.
Wie starte ich Google Drive für Desktop neu?
Klicke in der Taskleiste auf das Drive-Symbol, dann aufs Zahnrad, wähle „Synchronisierung pausieren“ und danach „Fortsetzen“. Hilft das nicht, beende die App komplett und öffne sie neu.




