So prüfst und installierst du ein Android-Update: Öffne Einstellungen → System → Softwareupdate (bei Samsung: Einstellungen → Software-Update) und tippe auf Nach Updates suchen. Lade das Update über WLAN, mit mindestens 50 % Akku oder am Netzteil. Aktivierst du zusätzlich die automatische Installation, bekommst du Versions- und Sicherheitsupdates künftig ohne manuelles Nachsehen.
Android-Update suchen: der Menüpfad je nach Hersteller
Android sieht auf jedem Gerät etwas anders aus, weil Hersteller eine eigene Oberfläche darüberlegen. Der Update-Knopf steckt deshalb in leicht unterschiedlichen Menüs. Diese Pfade führen dich auf den gängigen Marken direkt zum Ziel:
- Google Pixel: Einstellungen → System → Softwareupdate → System-Update → Nach Updates suchen
- Samsung (One UI): Einstellungen → Software-Update → Herunterladen und installieren
- Xiaomi (HyperOS/MIUI): Einstellungen → Über das Telefon → Systemupdate
- Andere Marken: Tippe in der Suchleiste der Einstellungen einfach das Wort Update ein – das funktioniert auf praktisch jedem Android-Gerät.
Findet das Gerät ein Update, lädst du es herunter und bestätigst die Installation. Das Handy startet dabei einmal neu und ist für einige Minuten nicht nutzbar. Plane den Vorgang also nicht ein, während du auf einen wichtigen Anruf wartest.
Versions-Update oder Sicherheitsupdate? Der Unterschied zählt
Bei Android laufen zwei Dinge nebeneinander, die oft verwechselt werden. Das Versions-Update hebt das ganze System auf eine neue Hauptversion – etwa von Android 15 auf Android 16 – und bringt neue Funktionen und ein verändertes Design. Das Sicherheitsupdate (auch Sicherheits-Patch) ändert die Optik nicht, schließt aber bekannte Lücken im System. Es erscheint deutlich häufiger, meist monatlich, und ist für die Sicherheit deines Geräts das Wichtigere von beiden.
Welcher Stand bei dir installiert ist, siehst du unter Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Sicherheitsupdate oder unter Über das Telefon → Android-Version. Dort steht das Sicherheits-Patch-Level als Datum, zum Beispiel der 1. Mai 2026. Liegt dieses Datum mehrere Monate zurück, fehlen dir wichtige Korrekturen – im Frühjahr 2026 hat Google etwa kritische Lücken im Android-Framework geschlossen, die ältere Patch-Stände offen lassen.
Daneben gibt es noch das Google-Play-Systemupdate: Google liefert damit zentrale Systembausteine über den Play Store nach, unabhängig vom Hersteller. Auch dieses Datum findest du im selben Menü – ein Blick lohnt sich, weil es oft aktueller ist als das große Systemupdate.
Automatische Updates aktivieren – einmal einstellen, nie wieder vergessen
Wer nicht manuell nachsehen will, lässt das Gerät selbst arbeiten. So richtest du es ein:
- Öffne Einstellungen → System → Softwareupdate (bzw. Software-Update bei Samsung).
- Tippe auf das Zahnrad oder die drei Punkte für die Update-Einstellungen.
- Aktiviere Automatisch über WLAN herunterladen und, falls vorhanden, Automatisch installieren. Das Gerät spielt das Update dann meist nachts ein, wenn es geladen wird und du es nicht brauchst.
Davon getrennt sind die App-Updates aus dem Play Store. Diese aktivierst du im Play Store unter Profilbild → Einstellungen → Netzwerkeinstellungen → Apps automatisch aktualisieren. Die Einstellung nur über WLAN schützt dabei dein mobiles Datenvolumen.
Wie lange bekommt mein Handy noch Updates?
Das hängt allein vom Hersteller ab, nicht von dir. Jedes Gerät hat ein festes Support-Ende, danach kommen keine Sicherheitsupdates mehr – das Handy funktioniert weiter, wird aber mit der Zeit angreifbar. Die aktuellen Versprechen der großen Marken (Stand 2026):
| Hersteller / Modellreihe | Zugesagter Update-Zeitraum |
|---|---|
| Google Pixel 8, Pixel 9 und neuer | 7 Jahre (Versionen + Sicherheit) |
| Samsung Galaxy S24 und neuer | 7 Jahre |
| Google Pixel 6 / Pixel 7 | kürzer – Sicherheitsupdates teils nur bis 2027 |
| Günstige Geräte ohne Markenangabe | oft nur 1–2 Jahre |
Wichtig zur Einordnung: Eine lange Garantie heißt nicht automatisch, dass jedes Update sofort kommt. Bei älteren Pixel-Modellen häuften sich 2026 etwa Klagen, dass Sicherheitsupdates nur noch vierteljährlich statt monatlich erscheinen. Trotzdem gilt als Faustregel: Wer ein Gerät lange nutzen will, fährt mit einer aktuellen Pixel- oder Galaxy-Reihe am sichersten. Wer für die Fachinformatiker-Prüfung lernt, sollte sich merken, dass diese Support-Zeiträume ein zentrales Auswahlkriterium für Diensthandys in Unternehmen sind.
Häufige Fragen
Wie prüfe ich, ob ein Android-Update verfügbar ist?
Öffne Einstellungen → System → Softwareupdate (bei Samsung: Software-Update) und tippe auf Nach Updates suchen. Findet das Gerät ein Update, kannst du es direkt herunterladen und installieren.
Was ist der Unterschied zwischen Versions-Update und Sicherheitsupdate?
Das Versions-Update hebt das System auf eine neue Hauptversion wie Android 16 und bringt neue Funktionen. Das Sicherheitsupdate erscheint monatlich, ändert die Optik nicht und schließt nur bekannte Sicherheitslücken.
Wie lange bekommt mein Android-Handy Updates?
Das legt der Hersteller fest. Aktuelle Google-Pixel- und Samsung-Galaxy-Modelle erhalten bis zu 7 Jahre Updates, günstige Geräte oft nur 1–2 Jahre. Das Support-Ende steht in den Herstellerangaben zum Modell.
Mein Android-Update schlägt fehl – was kann ich tun?
Prüfe genügend freien Speicher, lade über ein stabiles WLAN und schließe das Gerät ans Netzteil an. Hilft das nicht, starte das Handy einmal komplett neu und versuche das Update erneut.
Wo sehe ich, wie aktuell mein Sicherheits-Patch ist?
Unter Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Sicherheitsupdate oder unter Über das Telefon → Android-Version steht das Patch-Level als Datum. Liegt es mehrere Monate zurück, fehlen dir wichtige Korrekturen.
Warum Android-Updates überhaupt so wichtig sind
Hinter jedem Sicherheitsupdate steckt eine konkrete Lücke, die jemand entdeckt hat. Solange dein Patch-Level aktuell ist, sind diese bekannten Einfallstore geschlossen. Ein veraltetes System ist dagegen ein offenes Tor – nicht, weil ein Update fehlt, das du gerade siehst, sondern weil die Schwachstelle öffentlich dokumentiert ist und gezielt ausgenutzt werden kann. Dazu kommen Verbesserungen bei Akkulaufzeit, Datenschutz-Einstellungen und die Kompatibilität mit neuen App-Versionen, die irgendwann ein aktuelles Android voraussetzen. Updates sind damit kein lästiges Beiwerk, sondern der einfachste Schutz, den du ohne Zusatzkosten hast.




