WhatsApp-Chats übertragen klappt 2026 auf drei Wegen: direkt per QR-Code über WLAN, über das Cloud-Backup bei Google Drive oder iCloud, oder beim Systemwechsel über die Umzugsfunktion des Zielsystems. Entscheidend ist die Reihenfolge — der Transfer läuft nur, solange WhatsApp auf dem neuen Handy noch nicht mit deiner Nummer verifiziert wurde. Danach startet die App mit leerem Verlauf.
Vorbereitung: drei Punkte entscheiden über den Umzug
Bevor du irgendetwas antippst, prüfe diese drei Dinge — sie sind der Grund, warum die meisten Umzüge scheitern:
- Gleiche Telefonnummer auf beiden Geräten. WhatsApp verknüpft den Chatverlauf fest mit der Rufnummer. Bekommst du eine neue Nummer, trage sie vorher auf dem alten Handy unter Einstellungen → Konto → Nummer ändern ein.
- Neues Handy noch nicht verifiziert. Wer WhatsApp auf dem neuen Gerät installiert, die Nummer bestätigt und die Rückfrage nach dem Backup wegtippt, hat den einen Moment verpasst, in dem die App Daten annimmt.
- Frisches Backup und genug Cloud-Speicher. Läuft die Sicherung nicht bis 100 % durch, findet das neue Handy sie später gar nicht oder nur halb.
Beide Geräte gehören außerdem ans Ladegerät und ins selbe WLAN, wenn du direkt überträgst. Ein Umzug mit 40 GB Mediathek über Mobilfunk ist keine gute Idee.
Android zu Android: QR-Code statt Cloud-Umweg
Der schnellste Weg zwischen zwei Android-Handys ist die Direktübertragung über WLAN. Sie kommt ohne Google Drive aus, überträgt also auch dann alles, wenn dein Drive-Speicher voll ist:
- Auf dem neuen Handy WhatsApp installieren, öffnen und die Telefonnummer eingeben.
- Bei der Einrichtung die Option zum Übertragen vom alten Gerät wählen — das neue Handy zeigt daraufhin einen QR-Code.
- Auf dem alten Handy öffnet sich die WhatsApp-Kamera: den QR-Code des neuen Geräts scannen.
- Beide Geräte bauen eine direkte WLAN-Verbindung auf und kopieren den Verlauf. Erst trennen, wenn die Anzeige 100 % meldet.
Vorausgesetzt werden eine halbwegs aktuelle Android-Version auf beiden Seiten (ab Android 6 aufwärts unkritisch), dieselbe Rufnummer, aktiviertes WLAN und zwei entsperrte Bildschirme während des gesamten Vorgangs.
Die Alternative bleibt das Google-Drive-Backup: auf dem alten Handy unter WhatsApp → Menü → Einstellungen → Chats → Chat-Backup auf Sichern tippen. Auf dem neuen Gerät meldest du dich mit demselben Google-Konto an, installierst WhatsApp und bestätigst nach der Nummern-Verifizierung die Rückfrage Aus Sicherung wiederherstellen. Wichtig: Es muss wirklich dasselbe Google-Konto sein, sonst ist das Backup unsichtbar.
iPhone zu iPhone: direkt oder über iCloud
Auch Apple-Nutzer brauchen die Cloud inzwischen nicht mehr zwingend. WhatsApp hat den Gerät-zu-Gerät-Transfer nachgerüstet:
- Direkt per QR-Code: Auf dem alten iPhone Einstellungen → Chats → Chats auf iPhone übertragen öffnen. Auf dem neuen iPhone WhatsApp installieren, dieselbe Nummer registrieren und den angezeigten QR-Code mit dem alten Gerät scannen. Beide iPhones müssen im selben WLAN sein. Der Weg lohnt sich vor allem, wenn du nur die kostenlosen 5 GB iCloud hast — das Backup ist bei vollen Mediatheken oft größer.
- Über iCloud: Auf dem alten iPhone unter Einstellungen → Chats → Chat-Backup prüfen, ob iCloud aktiv ist, und Backup jetzt erstellen antippen. Warten, bis 100 % erreicht sind. Auf dem neuen iPhone WhatsApp installieren, dieselbe Nummer verifizieren — die App bietet das gefundene Backup automatisch zur Wiederherstellung an.
Für den iCloud-Weg müssen beide iPhones an derselben Apple-Account-ID hängen, und in iCloud muss spürbar mehr Platz frei sein als das Backup groß ist.
Vom iPhone zu Android wechseln
Diese Richtung war jahrelang der Schmerzpunkt, inzwischen erledigt WhatsApp sie selbst — ohne Fremdsoftware, ohne Cloud:
- Auf dem iPhone Einstellungen → Chats → Chatverlauf übertragen → Auf Android-Gerät übertragen öffnen und mit Weiter bestätigen.
- Auf dem neuen Android-Handy WhatsApp öffnen und das Konto mit derselben Telefonnummer verifizieren.
- Das Android-Gerät zeigt einen QR-Code — diesen mit der Kamera des iPhones scannen.
- Übertragung abwarten, danach auf dem Android-Handy noch einmal bestätigen. Erst dann sind die Chats nutzbar.
Voraussetzungen: iOS 15.5 oder neuer auf dem iPhone, ein Android-Gerät mit Android 12 oder neuer, aktuelle WhatsApp-Versionen auf beiden Seiten und dieselbe Rufnummer. Die App darf auf dem Android-Handy vorher noch nicht mit deiner Nummer aktiviert worden sein.
Bei Pixel- und Galaxy-Geräten gibt es zusätzlich den Weg über die Geräte-Migration bei der Ersteinrichtung: Von iPhone oder iPad kopieren beziehungsweise Smart Switch, dann per Kabel (USB-C auf Lightning) verbunden. Google weist in seiner offiziellen Anleitung darauf hin, dass sich der Transfer auch nachholen lässt: Überspringst du die Übertragung bei der Einrichtung, bleiben je nach Gerät drei bis sieben Tage Zeit, die Chats vom iPhone nachzuziehen — bei Samsung etwa über Einstellungen → Konten und Sicherung → Android Switch. Wer die WhatsApp-Chats übertragen will, ohne ein Kabel zu suchen, nimmt den QR-Weg oben.
Von Android zum iPhone wechseln
Hier führt der offizielle Weg weiterhin über Apples Umzugs-App, und die greift ausschließlich während der Ersteinrichtung des iPhones:
- Auf dem Android-Gerät die App Auf iOS übertragen aus dem Play Store installieren.
- Das neue iPhone bis zum Bildschirm für Apps & Daten einrichten und dort die Datenübernahme von Android wählen.
- Das iPhone zeigt einen Code an — diesen in der Android-App eingeben, um die Verbindung herzustellen.
- In der Auswahlliste WhatsApp anhaken und die Übertragung starten. Beide Geräte bleiben dabei am Strom und im selben Netz.
Ist das iPhone schon eingerichtet, müsstest du es zurücksetzen, damit die Umzugs-App überhaupt erscheint. Vor einem Zurücksetzen unbedingt ein vollständiges iCloud- oder iTunes-Backup des iPhones anlegen — ein Werksreset löscht alles, nicht nur WhatsApp. Wer diesen Aufwand scheut, verschiebt den Umzug lieber, bis das Gerät wirklich neu ist.
Reihenfolge: erst WhatsApp-Chats übertragen, dann verifizieren
Der Grund für die strenge Reihenfolge steckt in der Architektur der App. WhatsApp speichert deinen Verlauf in einer verschlüsselten lokalen Datenbank, die an die Telefonnummer gebunden ist; das Cloud-Backup ist nur eine Kopie davon. Sobald du die Nummer auf einem neuen Gerät verifizierst, legt die App dort eine frische, leere Datenbank an. Die Rückfrage nach Backup oder Direktübertragung erscheint genau einmal — direkt nach der Verifizierung. Tippst du sie weg, gibt es innerhalb der App keinen zweiten Versuch, und auch der Support kann nichts wiederherstellen.
Für die Praxis heißt das: erst sichern oder direkt übertragen, dann auf dem neuen Handy bestätigen. Und das alte Gerät behältst du noch ein paar Tage, bis du alle Chats auf dem neuen wirklich gesehen hast.
Wenn die Übertragung fehlschlägt
Bleibt der Fortschrittsbalken hängen oder findet das neue Handy nichts, sind fast immer diese Punkte die Ursache:
- Abweichende Telefonnummer: Das Backup ist an die alte Nummer geknüpft. Erst auf dem alten Gerät über Einstellungen → Konto → Nummer ändern umziehen, dann das Handy wechseln.
- Falsches Cloud-Konto: Anderes Google-Konto oder andere Apple-Account-ID als beim Sichern — das Backup existiert, ist aber für dieses Konto unsichtbar.
- Backup unvollständig: In den Backup-Einstellungen steht Datum und Größe der letzten Sicherung. Ist sie Wochen alt oder auffällig klein, manuell neu sichern und bis 100 % warten.
- Speicher voll: Reicht der Platz in Drive, iCloud oder auf dem Gerät nicht, bricht die Sicherung still ab — ohne deutliche Fehlermeldung.
- Direktübertragung abgebrochen: Beide Geräte im selben WLAN lassen, entsperrt halten, Energiesparmodus aus und den QR-Vorgang neu starten. Auf keinen Fall stattdessen WhatsApp auf dem neuen Handy „einfach schon mal einrichten“.
Nicht alles wandert mit: Beim Plattformwechsel zwischen Android und iPhone bleiben Anrufverlauf und Anzeigename zurück, Bezahlnachrichten ebenfalls. Texte, Fotos, Videos und Sprachnachrichten dagegen kommen vollständig an.
Was sich 2026 beim Backup-Speicher ändert
Der Cloud-Weg wird gerade teurer, und das betrifft jeden Handywechsel. Seit Dezember 2023 wird das WhatsApp-Backup auf Google Drive auf das Speicherkontingent des Google-Kontos angerechnet — es ist also nicht mehr „gratis obendrauf“. Seit dem 9. März 2026 starten neue Google-Konten zudem nur noch mit 5 GB Gratis-Speicher; erst die Verifizierung der Telefonnummer schaltet die gewohnten 15 GB frei. Und ab September 2026 belasten laut Googles Ankündigung vom Juli auch die übrigen Android-Backups (SMS, Anruflisten, Geräteeinstellungen, App-Daten) dieses Kontingent, wie borncity dokumentiert.
Parallel arbeitet Meta an einem eigenen Cloud-Speicher für WhatsApp-Backups; in Testversionen der App tauchten 2 GB kostenlos plus ein günstiger 50-GB-Tarif auf. Ausgerollt ist das noch nicht — verlassen solltest du dich also vorerst nicht darauf. Praktische Konsequenz für den nächsten Gerätewechsel: Wer seine WhatsApp-Chats übertragen möchte, ohne Cloud-Kontingent zu verbrauchen, fährt mit der QR-Code-Direktübertragung klar besser. Sie kostet keinen Speicher, ist meist schneller und funktioniert auch dann, wenn Drive oder iCloud längst randvoll sind.
Häufige Fragen
Wie übertrage ich WhatsApp vom iPhone auf ein Android-Handy?
Auf dem iPhone Einstellungen → Chats → Chatverlauf übertragen → Auf Android-Gerät übertragen öffnen, auf dem Android-Handy WhatsApp mit derselben Nummer verifizieren und den dort angezeigten QR-Code mit dem iPhone scannen. Nötig sind iOS 15.5 und Android 12 oder neuer.
Kann ich Chatverläufe auf ein neues Handy übertragen, ohne ein Backup zu machen?
Ja. Zwischen zwei Android-Geräten, zwischen zwei iPhones und beim Wechsel iPhone → Android gibt es eine direkte Übertragung per QR-Code über WLAN. Sie kommt ohne Google Drive oder iCloud aus, beide Geräte müssen aber im selben Netz und entsperrt sein.
Was passiert, wenn ich WhatsApp auf dem neuen Handy schon verifiziert habe?
Dann legt die App eine leere Datenbank an. Die Rückfrage nach Backup oder Direktübertragung kommt nur einmal, direkt nach der Verifizierung. Bei Android-Neugeräten lässt sich der Transfer je nach Hersteller noch drei bis sieben Tage nachholen, sonst hilft nur ein Zurücksetzen des neuen Geräts.
Was wird beim Wechsel zwischen Android und iPhone nicht übertragen?
Anrufverlauf, Anzeigename und Bezahlnachrichten bleiben beim Plattformwechsel zurück. Textnachrichten, Fotos, Videos und Sprachnachrichten werden dagegen vollständig übernommen.
Zählt das WhatsApp-Backup gegen meinen Google-Speicher?
Ja, seit Dezember 2023 wird das WhatsApp-Backup auf das Kontingent des Google-Kontos angerechnet. Neue Konten starten seit dem 9. März 2026 mit 5 GB, erst die Rufnummern-Verifizierung schaltet 15 GB frei.




