Windows Ausführen-Befehle (Win+R): 57 Kürzel sortiert

Hände auf einer beleuchteten Tastatur drücken eine Tastenkombination, im Hintergrund ein unscharfer Monitor

Windows Ausführen-Befehle sind kurze Kürzel, die du nach Windows-Taste + R eintippst, um ein Systemwerkzeug direkt zu öffnen: devmgmt.msc für den Geräte-Manager, appwiz.cpl zum Deinstallieren, ncpa.cpl für die Netzwerkverbindungen. Tippen, Enter, Fenster ist da — ohne Klickweg durch Einstellungen und Systemsteuerung. Die vier Tabellen unten sortieren 57 Kürzel nach Aufgabe.

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So funktioniert der Ausführen-Dialog

„Ausführen“ ist ein kleines Eingabefeld, das deine Eingabe an die Windows-Shell durchreicht: Was du eintippst, wird als Programm, Verwaltungskonsole oder Ordnerpfad gestartet. Drei Wege führen hin:

  • Windows-Taste + R — der schnellste Weg und in jeder Windows-Edition vorhanden.
  • Rechtsklick auf den Start-Button → Eintrag „Ausführen“.
  • Suche in der Taskleiste nach Ausführen.

Ein Kürzel wie services.msc ist dabei kein Zauberwort, sondern schlicht der Dateiname eines Systemwerkzeugs. Windows findet die Datei, weil der Ordner C:\Windows\System32 im Suchpfad liegt — die Auflösungs-Logik dahinter steht weiter unten. Der Dialog merkt sich außerdem deine letzten Eingaben; über den Pfeil rechts im Feld holst du sie zurück.

Versionsstand (August 2026): Der klassische Dialog verhält sich in Windows 11 24H2 (Build 26100) und 25H2 (Build 26200) identisch; das Funktionsupdate 26H2 kommt laut Microsoft als Enablement-Paket auf derselben Plattform, an den Kürzeln ändert sich dadurch nichts. Zwei Daten lohnen einen Blick in den Kalender: Der Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025, und Windows 11 24H2 (Home und Pro) bekommt nach dem Release-Health-Kalender von Microsoft nur noch bis zum 13. Oktober 2026 Updates. Die Befehle funktionieren auf beiden Systemen weiter — Sicherheitspatches gibt es danach nicht mehr.

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cshow

Windows Ausführen-Befehle für System und Diagnose

Diese Kürzel brauchst du, wenn ein Rechner zickt und du schnell an Zustandsdaten willst. Der Klassiker im Support: Statt sich durch die Einstellungen zu klicken, liefert msinfo32 in zwei Sekunden Board, BIOS-Version und RAM-Bestückung auf einen Blick.

BefehlÖffnet
msinfo32Systeminformationen — vollständige Hardware- und Software-Übersicht
dxdiagDirectX-Diagnose — Grafikkarte, Sound und deren Treiberstände
resmonRessourcenmonitor — CPU, RAM, Datenträger und Netzwerk in Echtzeit
perfmonLeistungsüberwachung — Datensammler und Langzeit-Protokolle
taskmgrTask-Manager — laufende Prozesse und Autostart
msconfigSystemkonfiguration — Startoptionen und Dienste-Auswahl
mdschedWindows-Speicherdiagnose — RAM auf Fehler prüfen (Neustart nötig)
dfrguiLaufwerke optimieren und defragmentieren
winverZeigt die exakte Windows-Version und Build-Nummer
cmdEingabeaufforderung — Klassiker für Netzwerk- und Datei-Befehle
powershellPowerShell — die modernere Skript- und Verwaltungs-Shell
wtWindows Terminal — Sammelfenster für CMD, PowerShell und WSL

Kleiner Praxis-Kniff für die Fehlersuche: winver zuerst, msinfo32 danach. Ohne die exakte Build-Nummer suchst du sonst nach einem Fehler, den Microsoft in der Version auf dem Tisch vielleicht längst behoben hat.

Verwaltungskonsolen: die .msc-Kürzel

Alle Kürzel mit der Endung .msc öffnen ein Snap-in — eine vorkonfigurierte Verwaltungskonsole der Microsoft Management Console. Sie sind das Rückgrat der Windows-Administration und tauchen deshalb regelmäßig in der Fachinformatiker-Prüfung auf.

BefehlÖffnet
devmgmt.mscGeräte-Manager — Hardware und Treiber
services.mscDienste — Hintergrundprozesse starten, stoppen, konfigurieren
diskmgmt.mscDatenträgerverwaltung — Partitionen und Laufwerksbuchstaben
compmgmt.mscComputerverwaltung — Sammelkonsole aus mehreren Snap-ins
eventvwr.mscEreignisanzeige — System- und Anwendungsprotokolle
taskschd.mscAufgabenplanung — zeit- oder ereignisgesteuerte Tasks
fsmgmt.mscFreigegebene Ordner — offene Freigaben und verbundene Sitzungen
certmgr.mscZertifikate des aktuellen Benutzers verwalten
wf.mscWindows Defender Firewall mit erweiterter Sicherheit — Regelwerk statt Standardansicht
gpedit.mscGruppenrichtlinien-Editor (nur Pro, Enterprise, Education)
secpol.mscLokale Sicherheitsrichtlinie — Kennwort- und Kontorichtlinien (nur Pro, Enterprise, Education)
lusrmgr.mscLokale Benutzer und Gruppen (nur Pro, Enterprise, Education)
printmanagement.mscDruckverwaltung — Treiber und Warteschlangen (Pro/Enterprise, oft erst nachzuinstallieren)

Systemsteuerung direkt anspringen: die .cpl-Kürzel

Die Endung .cpl steht für Control Panel. Jedes dieser Kürzel springt in ein Modul der klassischen Systemsteuerung. Microsoft überführt deren Funktionen seit Jahren schrittweise in die Einstellungen-App, abgeschaltet sind die Applets aber bis heute nicht — sie bleiben der kürzeste Weg zu Optionen, die in der neuen Oberfläche mehrere Klicks tief liegen.

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BefehlÖffnet
appwiz.cplProgramme und Features — Software deinstallieren
ncpa.cplNetzwerkverbindungen — Adapter und deren Eigenschaften
sysdm.cplSystemeigenschaften — Computername, Remote, erweiterte Optionen
powercfg.cplEnergieoptionen — Energiesparpläne
firewall.cplWindows Defender Firewall (Standardansicht)
desk.cplAnzeigeeinstellungen — Auflösung und Skalierung
mmsys.cplSound — Wiedergabe- und Aufnahmegeräte
main.cplMaus-Eigenschaften — Tasten, Zeiger, Rad
inetcpl.cplInterneteigenschaften — unter anderem die Proxy-Einstellungen
timedate.cplDatum und Uhrzeit
controlDie komplette klassische Systemsteuerung
control printersGeräte und Drucker
control admintoolsWindows-Tools — der Ordner mit allen Verwaltungswerkzeugen

control admintools ist der Rettungsanker, wenn dir ein Konsolen-Name nicht einfällt: Der Ordner listet die installierten Verwaltungswerkzeuge mit Klartext-Namen auf, und ein Doppelklick startet dasselbe Snap-in wie das Kürzel.

Tools, Ordner und Einstellungen im Alltag

Der Rest fürs tägliche Arbeiten — vom Screenshot-Werkzeug bis zum Sprung in versteckte Ordner. Ein Punkt oder ein Backslash allein ist dabei tatsächlich eine gültige Eingabe.

BefehlÖffnet
regeditRegistrierungs-Editor (Vorsicht — Backup-Hinweis unten beachten)
cleanmgrDatenträgerbereinigung — temporäre Dateien löschen
optionalfeaturesWindows-Features ein- oder ausschalten (etwa Hyper-V)
mstscRemotedesktopverbindung zu einem anderen Rechner
msraWindows-Remoteunterstützung — Hilfe auf Einladung
netplwizErweiterte Benutzerkonten-Verwaltung
rstruiSystemwiederherstellung — auf einen früheren Punkt zurück
mrtMicrosoft-Tool zum Entfernen bösartiger Software (ersetzt kein Antivirus, räumt nur nachträglich auf)
oskBildschirmtastatur
snippingtoolSnipping Tool — Screenshots und Bildschirmaufnahmen
charmapZeichentabelle — Sonderzeichen heraussuchen
sndvolLautstärkemixer — Pegel je Anwendung
explorerNeues Explorer-Fenster (hilft auch nach einem Absturz der Oberfläche)
shell:startupAutostart-Ordner des aktuellen Benutzers
shell:common startupAutostart-Ordner für alle Benutzer des Rechners
shell:AppsFolderAlle installierten Apps inklusive Store-Apps als Liste
%temp%Temp-Ordner des Benutzers
%appdata%Roaming-Ordner mit den Konfigurationsdaten vieler Programme
. (Punkt)Öffnet den Ordner deines Benutzerprofils

Auch die moderne Einstellungen-App lässt sich anspringen: Adressen nach dem Muster ms-settings: führen direkt auf eine einzelne Seite. ms-settings:windowsupdate landet bei Windows Update, ms-settings:bluetooth bei „Bluetooth und Geräte“. Praktisch, wenn eine Funktion aus der Systemsteuerung in die Einstellungen umgezogen ist und du das alte Applet nicht mehr findest.

Backup-Hinweis: Vor Änderungen im Registrierungs-Editor (regedit) oder in der Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc) legst du einen Wiederherstellungspunkt an oder exportierst den betroffenen Registry-Schlüssel über Datei → Exportieren. Ein falscher Eintrag kann Windows lahmlegen; mit Export ist der alte Zustand in Sekunden zurückgeholt.

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Der neue Ausführen-Dialog: was sich 2026 ändert

Microsoft hat den fast 30 Jahre alten Dialog neu gebaut. Die moderne Variante ist eine C#/WinUI-3-Anwendung mit AOT-Kompilierung, entstanden aus der Befehlspalette CmdPal der PowerToys. Laut Microsofts Command-Line-Team erscheint sie im Median nach 94 Millisekunden statt 103 — der eigentliche Gewinn sind Dunkelmodus, Icons in der Trefferliste und ein Fenster, das nach Windows 11 aussieht statt nach Windows 95. Stand August 2026 ist sie nicht der Standard, sondern ein Opt-in-Schalter unter Einstellungen → System → Erweiterte Einstellungen, den Microsoft zuerst in Vorschau-Builds verteilt hat.

  • Die Windows Ausführen-Befehle bleiben identisch. Der neue Dialog reicht dieselben Eingaben an dieselbe Shell weiter — die Tabellen oben gelten unverändert.
  • Neu: ~\ springt ins Benutzerverzeichnis, dazu kommen Treffer-Icons und der Verlauf früherer Eingaben.
  • Weggefallen: die Autovervollständigung im Eingabefeld — sie hing am Explorer, von dem die neue App entkoppelt ist. Wer sie braucht, lässt den Schalter aus.

Für den Alltag heißt das: Umlernen ist nicht nötig. Wer die Kürzel kennt, kommt mit beiden Varianten gleich schnell ans Ziel.

Warum funktioniert ein Kürzel manchmal nicht?

Windows Ausführen-Befehle, die ins Leere laufen, scheitern fast nie am Dialog selbst. Vier Ursachen decken die meisten Fälle ab:

  • Edition-Grenze: gpedit.msc, secpol.msc und lusrmgr.msc gibt es nur in Windows Pro, Enterprise und Education. In Windows Home fehlen sie ab Werk — der Befehl endet mit einer Fehlermeldung statt mit einem Fenster.
  • Nicht installiertes Feature: Die Druckverwaltung (printmanagement.msc) ist in Windows 11 ein optionales Feature. Nachrüsten geht über Einstellungen → System → Optionale Features oder in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten per DISM /online /add-capability /CapabilityName:Print.Management.Console~~~~0.0.1.0.
  • Fehlende Rechte: Werkzeuge wie regedit oder die Firewall-Konsole verlangen Administratorrechte auf dem eigenen Rechner. Passiert nichts, tippe das Kürzel ins Startmenü und wähle „Als Administrator ausführen“. Auf einem Firmen- oder Schulgerät sind solche Konsolen oft bewusst gesperrt — dann führt der Weg über die IT, nicht über einen Trick.
  • Falscher Kontext: Ordner-Kürzel wie shell:startup funktionieren im Ausführen-Dialog und in der Explorer-Adressleiste, nicht in der Eingabeaufforderung. Umgekehrt sind reine Konsolenbefehle wie ipconfig im Ausführen-Feld sinnlos, weil sich das Fenster sofort wieder schließt — erst cmd starten, dann den Befehl eintippen.

Schlägt selbst ein Standard-Snap-in fehl, ist häufig die Systemdateibasis beschädigt. Dann hilft sfc /scannow in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten; bleibt der Fehler, setzt du mit DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth das Komponentenspeicher-Abbild instand und wiederholst danach die Prüfung.

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Woher kennt Windows diese Kürzel überhaupt?

Wer für die IHK-Prüfung lernt, holt hier mehr heraus als eine Liste zum Abtippen — dahinter steckt ein nachvollziehbares Muster. Windows löst eine Eingabe im Ausführen-Dialog in dieser Reihenfolge auf:

  1. Direkter Dateiname: Liegt eine Datei wie msinfo32.exe oder services.msc in einem Ordner der Umgebungsvariable PATH (allen voran System32), startet Windows sie sofort.
  2. App-Paths-Registry: Programme außerhalb des Suchpfads tragen sich unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\App Paths ein. So findet Windows auch Software, deren Ordner nicht im PATH steht.
  3. Endungs-Handler: .msc wird an die Microsoft Management Console übergeben, .cpl an die Systemsteuerung. Die Endung entscheidet also, welches Wirtsprogramm das Kürzel öffnet.

Diese Logik lässt sich umdrehen: Ein eigenes Tool startet über einen selbst angelegten App-Paths-Eintrag genauso per Kürzel wie die Windows-Bordmittel — keine Magie im Dialog, nur ein sauber aufgelöster Pfad. Und weil der Weg über PATH und Registry läuft, bleibt er im neuen WinUI-Dialog exakt derselbe.

Häufige Fragen

Wie öffne ich den Ausführen-Dialog in Windows 11?

Drücke gleichzeitig die Windows-Taste und R. Alternativ Rechtsklick auf den Start-Button und „Ausführen“ wählen oder in der Taskleiste danach suchen. In Windows 10 und Windows 11 ist der Dialog identisch.

Was bedeutet die Endung .msc bei Befehlen wie services.msc?

.msc steht für Microsoft Management Console. Solche Dateien öffnen ein Verwaltungs-Snap-in — eine vorkonfigurierte Konsole für Bereiche wie Dienste, Geräte-Manager oder Datenträgerverwaltung.

Warum funktioniert gpedit.msc bei mir nicht?

Der Gruppenrichtlinien-Editor gehört nur zu Windows Pro, Enterprise und Education. In Windows Home fehlt er ab Werk, deshalb endet der Befehl dort mit einer Fehlermeldung statt mit einem Fenster.

Ändert sich der Ausführen-Dialog 2026?

Microsoft hat ihn als WinUI-3-App neu gebaut: Dunkelmodus, Icons, ~\ als Sprung ins Benutzerverzeichnis, dafür keine Autovervollständigung. Stand August 2026 ist er ein Opt-in-Schalter unter Einstellungen → System → Erweiterte Einstellungen. Die Kürzel bleiben dieselben.

Kann ich eigene Programme über Ausführen starten?

Ja, wenn das Programm in einem Ordner der Variable PATH liegt oder unter „App Paths“ in der Registry eingetragen ist. Sonst hilft der vollständige Pfad in Anführungszeichen.

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Marcel Meyer

# wer schreibt hier

Marcel Meyer schraubt seit über zehn Jahren an Rechnern, Netzwerken und Servern — beruflich wie privat. Hier übersetzt er IT-Grundlagen in verständliche Schritte.

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